Wissenschaft

Das muss eine psychische Störung sein: Immer, wenn jemand mir gegenüber etwas vertritt, muss ich widersprechen. So habe ich mir kürzlich angehört, Lorenz habe den Schakal für einen der Ahnen des Haushundes gehalten und das sei inzwischen widerlegt. Hm. Klar, der Hund stammt vom Wolf ab. Hört und liest man überall und meine eigene Domestikation könnte mir Beweis genug sein. Aber wenn ich das so höre (und widersprechen will! *zuck*), dann frage ich mich doch, wie beweist man etwas, was vor ca. 15 000 Jahren passiert ist!? Oder eben nicht!? Selbst wenn man keine Knochen mit Schakalgenen findet, selbst wenn der heutige Hund keine mehr hat… Das ist doch kein Beweis. Und man müsste von jeder Rasse eine repräsentative Auswahl an Individuen typisieren, wer tut sich das denn an? Nö. Nach so langer Zuchtauslese kann sich so vieles verändert haben. Da gibt es keinen Beweis mehr. Oder? Die Frage hat mich immerhin endlich mal wieder dazu gebracht, ein paar Papers zu lesen und meine Nase in Bücher zu stecken, die so aussehen, als würden sie keinen Spaß machen- es aber dann doch tun. Das ist gut so.

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3 Antworten to “Wissenschaft”

  1. cohu Says:

    Jedenfalls kann man die, wie die Chimärenforscherin weiß, alle untereinander kreuzen, siehe hier: „Wolfshybriden“. Ob man Hund, Schakal und Wolf als 3 unterschiedliche Spezies bewertet, ist doch eh willkürlich. Sehe auch nicht, wie man einen Ausschluss des Schakals aus der Ahnenkette endgültig „beweisen“ könnte, oder kamen die schlauen Bücher da zu nem anderen Ergebnis?

    (Ähnlich ist es bei Neandertaler und Homo Sapiens)

  2. Wolf Says:

    Danke für den Link, da muss ich mich noch genauer durchwühlen. Vielleicht finde ich auf den Seiten auch endlich mal wieder den Hinweis, von dem ich langsam glaube, dass ich ihn mir eingebildet habe: Das es vereinzelt fortpflanzungsfähige Esel-Pferd-Hybriden gab/gibt.

    Die einfachste Definition von Spezies greift bei den wolfsähnlichen Caniden (inkl. auch des Coyoten) ja schonmal nicht: Arten sollen nicht untereinander fortpflanzungsfähig kreuzbar sein. Pustekuchen.

    Die schlauen Bücher und Papers haben mich noch nicht viel weitergebracht. Unter anderem weil ich frustrierenderweise festgestellt habe, dass es mir inzwischen schwerfällt, sie zu verstehen und das verstandene einzuordnen. Und das oft wichtige Informationen fehlen, wie genaue Probenbeschreibungen (wie viele? Aus welchen Populationen/Rassen?) oder geschätzte Daten, wann sich die Arten getrennt haben könnten. Insgesamt aber habe ich bisher nur Indizien und Tendenzen gefunden: Die vier „Arten“ lassen sich offensichtlich mit den meisten genetischen Mitteln nicht ausreichend „trennen“. Ich werd aber noch eine Weile dranbleiben, weil ich froh bin, dass mich mal wieder was interessiert, was mit meinem eigentlichen Studium zu tun hat.

  3. valerija Says:

    Es könnte schon möglich sein das der Hund vom Wolf abstamm… Die Logik wär da ganz nicht falsch. Aber es wurde ja nicht anchgewiesen….

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